DIE PFLANZE - DIE SCHÖNHEITSBERATERIN
- resischaflechner
- 29. Sept.
- 1 Min. Lesezeit
TEIL Text von Mag. Waltraud Neuper, Fotos Helga Schaflechner
Die Pflanze - die Schönheitsberaterin
Die Pflanzen liefern uns in ihrer Gestalt, ihren Formen und Farben die
Grundstruktur unseres Schönheitsbewusstseins. So legen ihre Proportionen –
zum Beispiel der Sechsstern der Lilien, der Fünfstern des Apfelgehäuses, der
Goldene Schnitt in vielen Blüten - die Grundkoordinaten unseres Empfindens
von Schönheit fest. Dass diese Formen selbst wieder den Planetenbewegungen
entnommen sind, ist eine weitere Facette dieses Themas.
Alle Hochkulturen bedienten sich in ihrer Architektur, ihrer Malerei und
Bildhauerei am Vorbild der Pflanzen. Erst als der Mensch geistig begonnen hat,
die Pflanzen durch Zucht zu verändern, sind die Pflanzen mehr und mehr als
Inbild von Schönheit aus der Kunst entschwunden. Aber noch immer bezeichnen
wir Gärten mit ihren Pflanzen, Blumensträuße, Landschaften mit besonderer
Vegetation als schön, ohne eigentlich zu reflektieren, worin diese Schönheit
begründet ist.
Die Pflanze in der Kunst und auf schönen Postkarten und Werbefoldern ist aber
nur eine Seite, durch die sich die Pflanze als Schönheitsberaterin zeigt. Sie ist
auch selbst Ideal und Vorbild für das „Schön-Sein“ per se. Wir nehmen uns dieses
Schön-Sein zum Leitbild für unser eigenes Schön-Sein. Schlank wie eine Zeder,
Wangen wie Pfirsiche, frisch wie eine Rose, zart wie ein Veilchen, … unendlich
wird hier die Reihe. Kaum eine Kosmetikfirma kommt ohne diese Vergleiche aus
– zum einen durch den Bezug auf unser Erscheinungsbild und zum anderen
durch die Substanzen, welche aus den Pflanzen gewonnen werden. Wir setzen
großes Vertrauen in die Pflanzen, dass sie uns schön machen können.
Übung: Schneide einen Apfel durch und meditiere betrachtend den Fünfstern;
achte dabei auf Deine Gefühle, halte sie kurz fest und mache sie groß.











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