SAMEN SELBST GEWINNEN
- 3. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
SAMEN - SIE BILDEN DEN BEGINN EINES PFLANZENLEBENS
WAS IST EIN SAME?
Definition und biologische Bedeutung
Eine semillia ist eine Pflanzenstruktur, die den Embryo einer neuen Pflanze sowie Nährstoffreserven und eine Schutzhülle enthält. Sie entsteht durch die Befruchtung von Blüten und soll das Überleben und die Vermehrung von Pflanzenarten sichern. Der Same ist das Bindeglied zwischen den Pflanzengenerationen.
Wir GELAWIS bestellen unseren Acker nach DEMETER- Richtlinien und verwenden Saatgut aus biodynamischer Züchtung, das eine hohe Qualität aufweist. Die positive Wirkung der DEMETER-Lebensmittel zeigt sich in ihrer Bekömmlichkeit, dem Geschmack, der Gesundheit und Fruchtbarkeit sowie der regionalen Charakteristik und Klimaresilienz.
WAS BEDEUTET SAMENFEST?
In der konventionellen Landwirtschaft hat sich sogenanntes Hybridsaatgut durchgesetzt. Hybridsorten sind "Einmalsorten", d.h. die Samen aus den aus Hybridsaatgut gewachsenen Pflanzen sind nicht mehr fortpflanzungsfähig.
(Der Vermerk "F1" auf Saatgutpackungen steht für Hybridsorten).
Samenfeste Sorten sind hingegen ein uraltes Kulturgut. Die große Vielfalt unserer Kulturpflanzen haben Bäuerinnen und Bauern über Jahrtausende entwickelt.
Die Basis der Sortenvielfalt bilden samenfeste Sorten, die wiederum fruchtbare Nachkommen hervorbringen können.
Samenfeste Sorten sind widerstandsfähiger und tragen dazu bei, dass die Bäuerinnen und Bauern unabhängiger sind. Wenn sie das Saatgut selbst vermehren können, sind sie nicht auf große Konzerne und deren Patente angewiesen.
Samenfest bedeutet mehr Vielfalt und mehr Geschmack.
Die GELAWIS verwenden nur samenfestes Saatgut und vermehren es nach Möglichkeit auch selbst.
WO KANN MAN SAMENFESTES SAATGUT KAUFEN?
REINSAAT - Samenfestes Saatgut aus österreichischer biodynamischer Züchtung und Vermehrung
ARCHE NOAH - Samenfestes Saatgut und Sortenraritäten
SATIVA - Samenfestes Saatgut aus schweizerischer biodynamischer Züchtung
BINGENHEIMER SAATGUT - Samenfestes Saatgut aus deutscher biodynamischer Züchtung
INTERNET: demeter.at Samenfest & Natursprung
SAMEN SELBST GEWINNEN
"Wer Samen selbst gewinnt, durchläuft den gesamten Lebenszyklus einer Pflanze – von der Keimung bis zur Samenernte. Dieses Wissen stärkt das Verständnis für die Natur und das Gärtnerhandwerk."
Wir GELAWIS ernten einige Gemüse- und Blumensamen selbst.
Gemüsesamen bilden sich je nach Gemüse in Früchten, Hülsen, Schoten oder auf dem Blütenstand. Dementsprechend unterscheidet sich hier die Gewinnung der Samen, läuft aber bei Gemüsepflanzen im Großen und Ganzen ähnlich ab.
Gesunde und kräftige Pflanzen werden ausgesucht und markiert. Die ausgewählten Pflanzen werden gut gepflegt. Man lässt sie blühen und Früchte bilden. Die reifen Früchte und reifen Samenstände werden gesammelt.
Bei Fruchtgemüse, wie Kürbis, Tomaten, Chili und Paprika ist es einfach, Samen zu ziehen und zu vermehren, da die Samen schon reif sind, wenn die Frucht geerntet wird. Die Früchte von Zucchini, Gurken und Bohnen müssen länger an der Pflanze hängen bleiben, bis die Samen geerntet werden können. Die Samen werden der Frucht entnommen und für zwei bis drei Wochen auf Papier einer Küchenrolle getrocknet. Es sollte sich kein Fruchtfleisch mehr auf den Samen befinden. Die Schoten von Hülsenfrüchten, wie Bohnen und Erbsen, sollten so lange an der Pflanze bleiben, bis sie ganz trocken sind. Danach werden die Samen herausgenommen und nachgetrocknet.
Kürbis und Zucchini sind getrennt anzubauen, da es zu Kreuzungen kommen kann und der daraus resultierende im Folgejahr wahrscheinlich erhöhte Bitterstoff unerwünscht ist. Daher sollte man keine bitter schmeckenden Kürbisse verzehren.
Die Samen der Kohlarten sind in Schoten eingelagert.
Nach dem Trocknen werden die Samen in Gläser gefüllt und beschriftet.
Anschließend werden sie kühl und trocken gelagert.
Zu beachten ist die verschiedenlange Lebensdauer von Samen.
Alle Pflanzen, die vor der Blüte geerntet werden, wie z.B. Salat und Kohl, können keine Samen ausbilden. Wer Saatgut von diesen Pflanzen gewinnen möchte, der lässt besonders gut gewachsene Pflanzen stehen und wartet die Blüte und die Samenbildung ab.
Hilfreiche Tipps findest du unter diesen Links:
BLUMENSAMEN ERNTEN
Die Samen von vielen Blumen reifen im Herbst aus und können geerntet werden. Vielen Pflanzen, wie den Korbblütlern, sitzen die Blumensamen in kleinen Köpfchen. Die Samen von Ringelblume und Sonnenblume sind leicht zu ernten, wenn sie ganz trocken sind.
Die meisten Blumensamen sind etwa zwei bis fünf Jahre keimfähig.
Ein besonders großer Kopf einer Sonnenblume mit hellen Samenkörnern und Ringelblumensamen.

















































Kommentare