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KEIMLINGE UND SPROSSEN -

-WINZLINGE, DIE ES IN SICH HABEN.


KEIMLINGE IM GLASHAUS ODER AUF DER FENSTERBANK.

Viele Pflanzen, die später auf den Acker gesetzt werden brauchen Wärme und Zeit um zu keimen und werden deshalb im Glashaus angesät und pikiert. Das Ansäen erfolgt Anfang März. Jeder Gelawist und jede Gelawistin übernimmt eine oder zwei Patenschaften für ein bestimmtes Gemüse. Haben die Pflänzchen für ein Gemüse ein Stadium erreicht, in dem sie zu pikieren sind, erfolgt der Aufruf durch die operative Gruppe die Arbeit durchzuführen. Pikieren heißt, die Keimlinge in Anzuchttöpfe zu setzen. Ein Termin wird festgelegt und wer Zeit hat kommt und hilft dem Gemüsepaten.

Wenn die Witterung passt und kein Frost mehr zu erwarten ist, kommen die inzwischen gut im Anzuchttöpfen angewachsenen Pflanzen auf den Acker.


Gemüse, das im Glashaus vorgezogen wird: Rhonen, Salat, Brokkoli, Sellerie, Kraut, Kürbis, Gurken, Karfiol, Kohlrabi, Mais, Kräuter,...

Direktsaat: Karotten, Pastinaken, Bohnen, Radieschen,...


Im Glashaus von Waltraud gibt es im Februar schon einige Pflänzchen zu entdecken.



KEIMLINGE UND SPROSSEN VON DER FENSTERBANK

Bis man das erste zarte Grün im Garten oder auf der Wiese ernten kann, dauert es noch ein wenig. Wir können allerdings Keimlinge und frische Sprossen auf der Fensterbank ziehen und so manche Speise mit einem Vitaminkick aufwerten. Viele Bio-Saatgut Samen eigenen sich dafür. Die Kresse kennen die meisten. Es eignen sich auch Radieschen, Alfalfa, Bockshornklee, Rote Rüben oder Linsen.

Anzucht der Keimsprossen

Den Samen gut waschen, in ein Anzuchtgefäß geben und mit Wasser auffüllen.

Das Anzuchtgefäß an einen hellen Platz ohne direkte Sonne stellen. Bis zur Ernte die Keimsprossen 2- bis 3-Mal täglich spülen. Nach 5-7 Tagen sind sie verzehrfähig.


WARUM KEIMEN?

Das Keimen ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon vor etwa 3000 Jahren haben die Chinesen Sprossen und Keimlinge in der Küche verwendet. Während des Keimprozesses wird durch die Ab-, Um- und Aufbauvorgänge ein erheblicher Anstieg der wertvollen Inhaltsstoffe bewirkt. So erhöht sich deutlich der Gehalt an den Vitaminen B1, B2, C, E und an Niacin (eines der Vitamine der B-Gruppe), zum Teil sogar um 300%. Getreide und Hülsenfrüchte sollten auch gekeimt nicht roh verzehrt werden. Selbst bei Kochverlusten von ca. 30% bei Getreide und Hülsenfrüchten, bleibt immer noch ein enormer Überschuss an Vitaminen übrig.

Beim Keimen steigt auch die Qualität der Proteine, weil sich die Zusammensetzung der Aminosäuren verbessert.

(Mag. Sabine Hollomey)

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