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DIE PFLANZE - DIE HEILERIN

TEIL 9. Ein Beitrag von Mag. Waltraud Neuper


Weißdorn-Blüte

Die Pflanze war vor dem Menschen da – das geht aus allen Schöpfungsmythen

hervor. Auch das anthroposophische Welt-Entwicklungsbild zeigt in diese

Richtung. Aber seit der Mensch die Erde betreten hat, ist die Pflanze seine

engste Begleiterin: Als Ernährerin, seine Künstlerin und Heilerin.


In diesem anthroposophischen Menschenbild ist die Krankheit im Ätherleib

beheimatet. Und im Schema der Naturreiche ist der Ätherleib, oder auch

Lebensleib genannt, jener Übergang vom Anorganischen zum Organischen.

Und dieser Übergang wird von der Pflanze geleistet. Wenn also im Ätherleib die

Krankheit ist, dann kann sie auch dort geheilt werden. Insofern ist es schlüssig,

dass Pflanzen dort die Heilerinnen sind oder sein können. Das erklärt aber noch

nicht, welche Prozesse in den Pflanzen jene Substanzen hervorbringen, die uns

dann heilen. Dazu schauen wir einmal auf die innige,

lebendige Verbindung von Erde und Kosmos durch die Pflanze.




Die Pflanze zieht aus dem Kosmos und aus der Erde Kräfte und Stoffe an,

verarbeitet sie in unterschiedlichsten Verdichtungen, Verhältnissen, Stärken,

Lösungsmöglichkeiten und Aggregatzuständen.


Diese ätherischen und astralischen Kräfte wirken in die verschiedenen Prozesse

herein und entwickeln die von uns benötigten Substanzen, die dann wiederum

die krankmachenden Einseitigkeiten in unserem Organismus ausgleichen.

Diese Heilung ist nur möglich, weil Mensch und Tier ebenfalls einen Lebensleib

wie die Pflanze haben. Diese gemeinsame Lebensdimension ist in gewissem

Sinne Eins, denn der Lebensleib der Pflanze zeigt die gleichen Prozesse wie der

Lebensleib bei Mensch und Tier.


Dies kann uns auf die tiefe Verwandtschaft zwischen Pflanze, Tier und Mensch

hinweisen. Die Tatsache, dass die Pflanze unsere nächste Verwandte ist,

kann uns in den Bereich der Ethik führen

und uns die Verdinglichung der Pflanze hinterfragen lassen.




Übung: Welche ist Deine Heilpflanze? Lese über sie in einem der folgenden Bücher:

Storl, Wolf-Dieter: Kräuterkunde, Aurum, Kamphausen, 2012

Hauschka, Rudolf: Heilmittellehre, Klostermann, Frankfurt am Main, 2004

Pelikan, Wilhelm: Heilpflanzenkunde I, II, III Anthroposoph. Verlag, Dornach, 1988




 
 
 

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