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DIE PFLANZE - DIE HAUBENKÖCHIN

  • 2. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

TEIL 10

Ein Beitrag von Mag. Waltraud Neuper



Beginnen wir einmal umgekehrt: Stellen wir uns vor, dass wir uns zwei Wochen

lang ohne Pflanzen ernähren – also nur mit Fleisch, Fisch und Salz. Nicht ein

Kräutlein darf dabei sein. Schnell würden wir erkennen, welche

Haubenköchinnen die Pflanzen sind. Sie bedienen alles.

Unser Auge – die Vielfalt der Pflanzen, verstärkt durch die schier endlosen

Formenvariationen ihrer Blüten, Blätter und Früchte erfreuen unser Auge.

Unseren Magen und unsere Verdauung: Die Pflanzen füllen nicht nur einfach

unseren Magen, sie bieten eine umfassende, an Stoffzusammensetzungen,

breite Palette an Substanzen an - von Fetten bis zu den Kohlehydraten - welche

unseren Körper ernähren, das heißt zu unserer eigenen Körpersubstanz

werden.

Unseren Geschmack: Ihre reiche Auswahl an Geschmacksnuancen erfreuen

unseren Gaumen – und das wiederum bedeutet, dass sie in unser Wohlbefinden

hineinwirken.

Allerdings können die Pflanzen nur Haubenköchinnen sein, wenn sie ihrem

Wesen entsprechend angebaut und gepflegt wurden und ihrer Anlage

entsprechend wachsen durften, so dass allen ihren Lebensprozessen genug Zeit

zugestanden wurde, nichts durch intensive Düngung oder anderen Wachstum

fördernden oder Wachstum hemmenden Substanzen intensiviert oder gebremst

wurde.

Hier gilt es auch, den Hinweis auf die biodynamische Pflanzenbaumethode zu

geben. Diese Art des Pflanzenbaues versucht genau jene Bedingungen zu

schaffen, welche die Pflanzen für eine gute Entwicklung brauchen: Einen garen

guten Boden, samenfeste Sorten, Düngung über die Kompostierung nach dem

Satz von Steiner: Wir müssen den Boden verlebendigen, damit die Pflanze es

nicht zu schwer hat, sich einzuleben und sich gut zu entwickeln. Zu diesen

Basisbedingungen werden auch noch die biodynamischen Präparate

angewendet, welche das Leben im Boden stimuliert, die Pflanzen zu reger

Assimilation befähigen, und die wichtigsten Prozesse im

Kompostierungsprozess ausgleichen und harmonisieren, damit keine

Einseitigkeiten entstehen. (Kali-, Eisen-, Stickstoff-, Phosphor-, Kalk- und

Kieselprozesse)

Denn die beste und geschmackvollste Sorte kann durch Überdüngung oder

durch Wachstum fördernde Maßnahmen in ihrem Geschmack vermindert

werden – und dann ist es vorbei mit der Haubenköchin.


Übung: Wage einen Blindversuch mit Demeter-Lebensmitteln und anderen.



 
 
 

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