VON SCHÖNEN BLUMEN UND GUTEN BÖDEN -
- vor 4 Tagen
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DIE BEDEUTUNG EINER GUTEN BODENKULTUR FÜR DIE GARTENGESTALTUNG.
Ein Vortrag von Mag.ª Waltraud Neuper am 2. Juni 2026 im Seminarraum Kautschitzhaus in Pöls.
Ein Beitrag von DORIS PAULIN
Frau Mag.ª Neuper verstand es geschickt über die Begriffsdefinition "Der guten Bodenkultur“ ein riesiges Universum an Wissen zu erschließen und sinngemäß mit den Kulturfähigkeiten zu verknüpfen.
GUT sind alle jene Handlungsweisen, die uns und künftige Generationen das Leben ermöglichen.
BODEN ist untrennbar mit Erde und Schöpfung verbunden.
KULTUR bezieht sich auf all die erworbenen Fähigkeiten der Menschen, die ein friedvolles Leben miteinander ermöglichen.
Sehen wir uns die Erde unter geologischen Blickwinkel an, so sieht ihre Zusammensetzung folgendermaßen aus:
45% Stein oder Mineralien
25% Wasser
25% Sauerstoff
5% Humus, davon 70% organisches Material, 23% Bodenlebewesen wie Würmer, Bakterien, Pilze…7% Wurzeln
Diesen geringen Humus Anteil gilt es zu pflegen und bewahren, somit sind wir bereits in einer Kulturfähigkeit, der des Bewahrens, angelangt. In ca. 100 Jahren baut sich eine Humus Schicht von nur 1 Millimeter auf. Im Moment erfolgt aber ein sehr bedenkenswerter Abbau von 2 Millimeter. Unsere Aufgabe ist es diesen Prozess umzukehren und damit das Leben zu bewahren.
Eine weiter Kulturfähigkeit ist das Bebauen, ein Eingriff in die Natur, der so gering wie möglich ausfallen sollte. Das Umgraben gehört der Vergangenheit an und ist durch Lockern und Belüften mit dem Sauzahn ersetzt.
Das Pflegen umfasst viele Tätigkeiten, wie Mulchen, für Durchlichtung Sorgen und Düngen. Die Ernährung des Bodens mit selbst gemachtem Kompost ist das Herzstück. Es geht darum, den Ton-Humus-Komplexe mit Hilfe von Bakterien und den Speichel der Bodenlebewesen entstehen zu lassen. Mit einem solchen Ton-Humus-Komplex gehen die Wurzeln der Pflanzen eine Beziehung ein.
Die Ton-Humus-Komplexe werden umgangssprachlich auch Boden-Krümel genannt und bilden die Grundbedingung für die Fruchtbarkeit, die Wasserspeicherkapazität und Nährstoffstabilität des Bodens. Sie müssen wir durch Mulchen und Vermeiden von schneidenden, fräsenden und hackenden Bodenbearbeitungsmaschinen schützen.
Die Bedeutung der Wurzeln hat uns Sophie anhand von Bildern mit einem Roggensamenexperiment gezeigt, welches Waltraud durchgeführt hat. Im Experiment wurde die gleiche Menge Samen zu gleichen Bedingungen angesät. Außer dass sich im ersten Glas nur Wasser befand und in den anderen eine verschiedene Menge an Blaukörnern.
Die Erkenntnis: Die Wurzelbildung im ersten Gllas war am höchsten.
Das Aufbringen des Kompostes erfolgt im Herbst wo das Gartenjahr beginnt und die Erde einatmet.
Weiterer Kultureigenschaften wie das Ausbilden und Veredeln, das Achten und Ehren hat den Vortrag abgerundet.
Mit folgenden Sätzen schloss Waltraud ihren Vortrag:
LASST DEN MÜTTERN IHREN SEGEN
LASST DER ERDE IHREN SINN.
Danach übergab sie Herrn Bürgermeister, Mag. Gernot Esser das Wort, der die Preisverleihung der Blumenschmuckgewinnerinnen durchführte.



















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