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IMMER WIEDER EIN BESONDERES ERLEBNIS...

... IST DAS GEMEINSAME KRAUTEINSCHNEIDEN.

Die alljährliche Weisskrautverarbeitung

ist ein wertvolles Miteinander.

FOTOCOLLAGE: INGRID


VOM WEISSKRAUT ZUM SAUERKRAUT SIND EINIGE ARBEITSSCHRITTE NÖTIG:

Nach der Ernte, welche nach einer Frostnacht erfolgen sollte, müssen die Krautköpfe einige Zeit auf dem Anhänger lagern.

Am Krauteinschneidetag werden zunächst die äußeren Blätter vom Weißkraut entfernt. Um sie hobeln zu können, wird der Strunk von den Krautköpfen herausgeschnitten. Die halbierten Krautköpfe werden mit einer Krauthobel in feine Streifen geschnitten.

In einer Schüssel wird das Kraut mit Salz, Kümmel und einigen Wacholderbeeren vermengt. Das Gemisch wird in einen Gärtopf gefüllt und mit einem Stampfer so lange gepresst, bis ausreichend Flüssigkeit entstanden ist. Wenn der Topf so voll ist, dass die Steine zum Beschweren gerade noch Platz haben, wird das geschnittene Kraut soweit nach unten gedrückt, bis das Kraut unter der Lake bleibt und nicht mit Sauerstoff in Berührung kommt. Der Deckel wird auf das Gärgefäß gegeben und die Rille für das Wasser wird gefüllt.

Nun kann der Fermentationsprozess beginnen: Die Milchsäurebakterien, die sich auf dem Kraut befinden, wandeln nun den Zucker im Kraut in Milchsäure um. Schimmel und andere Bakterien können in dem sauren Mileu nicht existieren. Die ideale Temperatur für diesen Gärprozess liegt in den ersten Tagen bei 20 Grad. Wenn es nicht mehr blubbert (wenn keine Gase mehr entweichen) kann das Sauerkraut auch kühler, bei 15 bis 18 Grad lagern.

Nach drei bis acht Wochen ist das Sauerkraut fertig.


VITAMINBOMBE SAUERKRAUT

Sauerkraut ist kalorienarm, fettlos, enthält viele Ballaststoffe, Mineralstoffe, Milchsäure und die Vitamine A,B,C,E und K. Das Sauerkraut hilft die Darmflora zu regenerieren. Die Milchsäure ist in der Lage, Keime abzutöten.

Die beste Wirkung entfaltet das Sauerkraut, wenn es roh gegessen wird.


PASTINAKENERNTE

Am 8. und 9. November wurde das schöne Wetter genutzt und die Pastinaken vom Feld geholt. Die Mäuse haben schon fleißig geerntet.

Fotocollage: Ingrid

Der Vorratskeller ist gefüllt.

Ursula bestaunt die vielfältigen Formen der Pastinaken.

Der letzte Ernteinsatz auf dem Acker war für dieses Jahr am 14. November.

Wintersalate frisch vom Acker kommen in die Taschen.

Gelawistinnen sortieren nach der Anweisung von Waltraud die Kartoffeln und suchen nach jenen Knollen, die sich für den Anbau im nächsten Jahr eignen.


Veronika richtet die Taschen, die ab 21. November vierzehntägig gefüllt und ausgeliefert werden.


Im Vorratskeller lagert eine Vielfalt an Gemüse: Kartoffeln, Karotten, Pastinaken, Kraut, Sellerie, Rhonen, Lauch, Wintersalate, Bohnen und Rettich.

Fotos: Harald und Helga

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