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DIE PFLANZE - DIE SPENDENKÖNIGIN

  • 3. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

TEIL 12

EIN BEITRAG VON MAGª WALTRAUD NEUPER und Fotos von Helga

Kein Wesen auf dieser Erde spendet so großzügig, so vielfältig, so umfangreich

und so lebenssinnig wie die Pflanze. Allein durch die Tatsache, dass sie das

einzige Wesen an Land ist, das kein anderes Lebewesen um sein Leben bringen

muss, um selbst zu überleben, macht sie schon zur großen Lebenserhalterin.

Aber nicht nur, dass sie niemandem sein Leben wegnimmt zeichnet sie aus,

zusätzlich opfert sie sich selbst noch, damit Mensch und Tier überleben kann.

Sie schenkt uns mannigfaltige Geschenke und letztlich dann ihr Leben und das

in vielfältiger Weise:

Sie lässt uns mit-atmen. Sie nimmt uns hinein in ihren umfassenden und alles

durchdringenden Atmungsprozess. Sie bringt den Sauerstoff hervor, der uns am

Leben hält. Hat man einmal einen Menschen erlebt, der nur mehr an der

Sauerstoffflasche atmen kann, dann steigt die Achtung vor dieser Sauerstoffleistung der Pflanze.


Sie spendet uns aber auch ihre Substanz, welchen sie in ihrem unermüdlichen

Assimilationsprozess zwischen Himmel und Erde hervorbringt und in

wunderbarer Weise in vielfältigster Art in Vitaminen, Elementen,

Sekundärstoffen und Primärstoffen ausbildet, damit wir leben können.


In mütterlicher Art schenkt sie uns auch jene heilenden Substanzen, welche sie

in ihrem Labor durch Mischen und Durchdringen von verschiedenen Prozessen

aus unterschiedlichen Reichen der Natur weisheitsvoll komponiert, damit

unsere Krankheiten auskuriert und unsere Schmerzen gelindert oder gar zum

Verschwinden gebracht werden können.


Mit den ätherischen Ölen und ihren reichen Düften gibt sie uns Mittel in die

Hand, dass wir um uns eine Atmosphäre schaffen, damit wir uns wohl fühlen

und damit auch unseren Seelenzustand gesund halten können.

Mit ihrer Schönheit erfreut sie unseren Geist und stimuliert und impulsiert ihn zu künstlerischem Tun.


Mit Blick auf den Garten und die Landwirtschaft ist ihr größtes Geschenk, dass

sie aus Gestein Boden aufbaut, auf welchem wieder andere Pflanzen wachsen

können.


Sie spendet aber auch reiche Freude durch ihre plastische Elastizität in ihrer

Entwicklung, welche dann in reichhaltiger Erscheinungsvielfalt ihren Ausdruck

findet und nicht nur unsere Sinne, sondern auch unsere Seele und unseren Geist

erfreut. Denn stellen wir uns einmal eine Welt vor mit nur ein paar

Pflanzenarten.


Übung: Iss ganz bewusst eine Pflanze und formuliere einen Dank in einem Vers!


Helgas Versuch mit STELLARIA MEDIA:

Vogelmiere ich danke dir,

du kommst auch im Winter

im Hochbeet zu mir.

Dein zartes Grün erfreut das Auge sehr,

dein maisiger Geschmack

den Gaumen noch mehr.




 
 
 

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