DIE PFLANZE - DAS IMPROVISATIONSTALENTª
- 30. März
- 1 Min. Lesezeit
TEIL 11 Ein Beitrag von Magª Waltraud Neuper
Wäre die Pflanze nicht hochgradig fähig zu improvisieren, wir hätten kein Grün
mehr auf der Erde. In der Biologie nennen wir diese Fähigkeit die
Anpassungsfähigkeit – aber was bedeutet Anpassung? Welche Pflanze ist dann
angepasst: Die Schafgarbe in der Tiefebene oder die Schafgarbe im Hochgebirge?
Dieses Dilemma führt uns zu der Frage, ob es für jede Pflanzenart DIE
ALLGEMEINE Ausgabe einer Art gibt, oder ob mehr oder weniger alle nur
Variationen sind? Aber dann wiederum: Variationen von welcher Pflanze?
Denken wir an unsere Gemüsepflanzen, wie sie sich in verschiedene Arten und
in der Folge in Sorten aufspalten können ohne ihren Grundcharakter zu verlieren.
Wir können staunen wie ein und dieselbe Sorte in verschiedenen
Klimaten und in anderen Böden verschiedene Größen, Blütenfarben,
Blätterformen annehmen oder wie selbst auf ein und derselben Pflanze die
Blätter von den Keimblättern bis zu den Blütenblättern metamorphosieren.
Verwandlung scheint das Zauberwort! Das macht für uns Gärtner und
Gärtnerinnen die Arbeit mit den Pflanzen so reizvoll. Diese Grundgeste der
ständigen Verwandlung, welche dem Wechselspiel von Himmel und Erde, von
Licht und Finsternis, von Wetter und Wasser und letztlich den diversen Eingriffen des Menschen geschuldet ist.











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