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BIODYNAMISCHE PRÄPARATE - 2.TEIL

  • 30. März
  • 9 Min. Lesezeit

DIE BIODYNAMISCHEN PRÄPARATE - ÜBERSICHT

In seinen 8 Vorträgen zum Gedeihen der Landwirtschaft in Koberwitz 1924 hat Rudolf

Steiner Anleitungen zu 8 Präparaten gegeben, welche die Rotte und Umsetzung von Mist und

Kompost bestmöglich leiten beziehungsweise unterstützen sollen, damit die elementaren

Prozesse harmonisch in Abbau und Aufbau ablaufen können. So soll vermittelt über den

präparierten Kompost/Mist das Zusammenwirken von Pflanzen, Boden, Tieren und der

kosmischen Umgebung gefördert werden.

Es gibt Feldspritzpräparate, Kompostpräparate, Sammelpräparate und Pflegepräparate



Über die Feldspritzpräparte Hornkiesel und Hornmist hat uns Hannes in seinem ersten Vortrag erzählt.

(Siehe biodynamische Präparate 1.Teil)

Beim Lernnachmittag am 26. Februar hat er uns die fünf Kompostpräparate vorgestellt, erklärt wie sie hergestellt werden und wie sie wirken.

Ein ausführliches Skriptum von Waltraud über die BIODYNAMISCHEN PRÄPARATE ist in der Bibliothek unserer Homepage zu finden. Dieser Beitrag ist eine gekürzte Fassung des Skriptums und beinhaltet im Wesentlichen das, was uns Hannes erzählt hat.




KOMPOSTPRÄPARATE

Diese Präparate werden in kleinsten Dosen in die frisch aufgesetzten Kompostmieten eingebracht.


EICHENRINDEPRÄPARAT: Eichenrinde wird fein geraspelt in einen Kuhschädel

gefüllt und an nasser Stelle den Winter über vergraben.


BALDRIANPRÄPARAT: Baldrianblütensaft (Auszug oder gepresst) wird milchsauer vergoren und in Flaschen aufbewahrt.


BRENNNESSELPRÄPARAT: Ganze Brennnesseln werden im August geschnitten, kurz angetrocknet, vom Stängel befreit und zusammengepresst in die Erde ein Jahr über vergraben.


LÖWENZAHNPRÄPARAT: getrocknete Löwenzahnblüten werden im Herbst in das Gekröse einer Kuh gefüllt und im Winter in die Erde eigegraben.


KAMILLENPRÄPARAT: Getrocknete Kamillenblüten werden im Herbst in den

Dünndarm einer Kuh gefüllt und den Winter über vergraben.


SCHAFGARBENPRÄPARAT: Getrocknete Schafgarbenblüten werden in eine Hirschblase gefüllt, den Sommer über an sonniger, aber regengeschützter Stelle aufgehängt und den Winter über in die Erde

vergraben.


Rein pflanzliche Präparate ohne tierische Hüllen: Brennnesselpräparat, Baldrianpräparat


Pflanzliche Präparate, welche in tierischen Hüllen vergraben werden: Schafgarbenpräparat, Kamillenpräparat, Löwenzahnpräparat, Eichenrindenpräparat


Außer dem Baldrianpräparat werden alle den Winter über in der Erde vergraben.

Wenn wir Präparate herstellen, verwenden wir Teile von Pflanzen, welche wir dann entweder

auspressen oder trocknen und in tierische Hüllen geben und vergraben.

Aber immer sind es die Pflanzen, von denen wir uns die belebende, harmonisierende und

heilende Wirkung erwarten.


Was sind Präparate?

∞ Präparate sind Substanzen, welche vom Menschen hergestellt werden.

∞ Sie kommen ihrer Zusammensetzung nach in der Natur nicht vor.

∞ Die Wirkung von Präparaten kann stofflich, strahlend, Kräfte harmonisierend,

Prozesse dämpfend oder antreibend sein.

∞ Um Präparate herzustellen braucht es ein Verständnis in den Wirkungszusammenhang

zwischen den verschiedenen Naturreichen (zwischen dem Stofflichen,

Lebendigen, Seelischen und Geistigen).

∞ Die Substanzen der Präparate können sowohl aus dem Anorganischen als auch aus

der belebten Natur und nach dem Verständnis des Menschen verbunden werden.

∞ Präparate helfen dem Menschen (Gärtner, Bauer, Arzt...) Prozesse im Lebendigen zu

fördern und zu heilen.

∞ Bei den biodynamischen Präparaten handelt es sich um Substanzen, die mit Ausnahme

des Quarzes gegenwärtigen Lebensprozessen des Pflanzen- und Tierreiches

entstammen.

∞ Dynamisch bedeutet u.a. auch "die Kraft betreffend". Eine Substanz wirkt in diesem

Sinne dynamisch, wenn sie in die Kräftewirkungen der Stoffwechsel- Wachstumsorgänge eingreift.

(Vgl. Koepf, Petterson: Biologisch-dynamische Landwirtschaft", Eugen Ulmer Verlag, 1980 S 151 f)


Wirkung der biologisch-dynamischen Kompost-Präparate

• Normalisierung und Harmonisierung des Pflanzenwachstums

• Förderung der Pflanzengesundheit

• Verbesserung der Nahrungsmmittelqualität

• Verlebendigung von Dünger und Boden

(Siehe auch: Jürgen Fritz „Entwicklung, Anwendung und Herstellung der Präparate“ in: Bio-dynamische

Landwirtschaft II, Hrsg: Lehr- und Forschungsgemeinschaft für bio-dynamische Lebensfelder, 2010, 29)



EICHENRINDEPRÄPARAT

Um das Eichenrinden-Präparat herstellen zu können brauchen wir:

1. die Rinde von einem Eichenbaum (quercus robur)

2. einen Haustierschädel


Im Eichenrinden-Präparat sollen nun das Kalkige in der Eichenrinde mit dem Kalkigen des

Haustierschädels in ein solches Zusammenwirken gebracht werden, das dann wiederum alle

Calcium-Prozesse im Boden fördert und damit das Lebendige stärkt.


Um die Kalk-Lebensprozesse im Boden und im Kompost zu harmonisieren und zu fördern,

dafür dient das Eichenrindepräparat.


Für die Herstellung des Präparates braucht man einen Haustierschädel und Eichenrinde.

Es kann der Schädel von Rind, Schwein, Ziege oder Schaf als Hülle für die Eichenrinde

genommen werden - bevorzugen werden wir aus bekannten Gründen einen Wiederkäuer-

Schädel.

Der Schädel vom geschlachteten Tier wird zur Entfernung der Fell- und Fleischreste in den

Mistkompost, im Kompost oder im angefeuchteten Sägemehl für etwa zwei Monate vergraben.

Man kann ihn auch in der Nähe eines Ameisenhaufens lagern; es empfiehlt sich, ihn

anzubinden, da auch Füchse und andere Tiere Fleisch mögen und der Schädel dann vielleicht

nicht mehr zu finden ist.

Die Eichenrinde wird Ende August - Anfang September geerntet.

Wir verwenden die Borke einer Stieleiche (quercus robur), die schon gut 30 Jahre alt ist und

einen Stammdurchmesser von 40-50cm hat.

Wir schaben mit einem Ziehmesser oder einer Raspel die äußerste Schicht der Borke ab und

erhalten somit fein pulverisierte Eichenrinde.


Die Herstellung erfolgt im September.

Die fein geraspelte oder zerriebene Eichenrinde wird in die leere Hirnhöhle des

Haustierschädels eingefüllt.

• Wir können den Schädel in zwei Hälften zersägen und ihn befüllen und anschließend

zusammenbinden. Die Eichenrinde sollte fest zusammengedrückt werden.


• Oder wir füllen die Eichenrinde mit Hilfe eines Trichters durch das Hinterhauptsloch in

die Hirnhöhle.


• In beiden Fällen werden wir das Loch mit Lehm und Knochenteilen bzw. Tonscherben

gut verschließen.


Nun bereiten wir eine sumpfige Umgebung vor:

• Wir können in ein Gefäß (altes Holzfaß oder ähnliches) Regenwasser, ein paar

Schaufeln Erde und viel Laub geben. Darauf legen wir den Schädel, beschweren ihn mit

einem Stein und geben noch mehr Laub darauf. Der Schädel sollte ganz in diesem

Sumpf vergraben sein. Wichtig ist, dass den ganzen Winter über immer wieder

Regenwasser darüber rinnen kann.


• Wir können auch eine an sich schon sumpfige Stelle verwenden - ebenfalls darauf

achten, dass die Stelle durch zufließendes Wasser nass gehalten wird.


Im April wird der Schädel aus dem Sumpf geholt, der Schädel geöffnet und die Eichenrinde

herausgekratzt, kurz angetrocknet in ein Glas oder Tongefäß gefüllt und in der Präparate-Kiste

aufbewahrt.


Anwendung:

• Das Eichenrindenpräparat wird in die frisch aufgesetzte Kompostmiete gegeben.


• Es wird auch dem Fladenpräparat zugesetzt.


• Es kann in speziellen Fällen (etwa bei gestörten Calciumprozessen im Boden) allein

gerührt und verwendet werden.


Wirkung:

Prozesse, welche überschießen wollen, zurückdrängen, stauen, zusammenziehen; Ordnung

schaffen, wenn der Ätherleib zu stark wirkt; frei machen für das Wirken des Astralischen.

Dem Wuchernden Einhalt gebieten, das Lebendige fördern.

Harmonisierung und Förderung der Calciumprozesse im Kompost.


BADRIANPRÄPARAT



BALDRIAN - Valeriana officinalis



Valeriana officinalis ist eine schlanke, die Aufrechte betonende, bis übermannshoch werdende, Wasser und Licht liebende Pflanze mit gegenständigen Fiederblättern.



Für das Präparat brauchen wir: Baldrianblüten


HERSTELLUNG

Juni - Juli


Die Blüten werden – soweit als möglich ohne Stängelanteile – gesammelt und gepresst. Dabei

werden die Blütenstände des Baldrians, fein gehackt oder gemahlen und der Blütensaft durch

Auspressen gewonnen. Die Blüten können auch zuvor 1:1 mit Wasser angesetzt, in die Sonne

gestellt und nach 24 Stunden ausgepresst werden. Dieser Saft wird in Flaschen abgefüllt und

bei kellerkühler Aufbewahrung unter Luftabschluss milchsauer vergoren, d.h. der Saft geht in

Milchsäuregärung über und wird dadurch stabilisiert. Die Verwendung eines Gärverschlusses

ist empfehlenswert. Der Saft gewinnt mit zunehmender Lagerung an Reife und sollte nach

etwa 6 Wochen eine kaffeeähnliche Färbung und den kräftigen typischen Baldriangeruch

haben. Die luftdicht verschlossenen Flaschen werden an einem dunklen, kühlen, trockenen

sowie frostfreien Ort aufbewahrt.


WIRKUNG

Baldrian ist eine Wärmepflanze und reguliert die Phosphor- und Wärmeprozesse in Boden, Dünger und Pflanzen.


ANWENDUNG

Dieser Saft wird bei der Präparierung des Dünger-Haufens mit Wasser verdünnt, kurz verrührt

und über den aufgeschichteten Kompost gegossen. Damit sollen die Phosphor- und

Wärmeprozesse gefördert werden.


BRENNNESSELPRÄPARAT


Die große Brennnessel (urtica dioica) ist trotz der brennenden Abwehr ihres rauhaarigen Äußeren eine dem Menschen freundliche Pflanze, die ihm in seine Siedlungen gefolgt ist, die Stallungen umwächst und an den Zäunen rankt. Am Wiesenrand, im Bachgebüsch, am Waldsaum, überall begegnet

man ihr in wohlbemessener Verteilung als ein mit wichtiger Aufgabe innerhalb des Pflanzenlebens Betrautes. Ein raubeiniges, aber doch grundgutmütiges Geschöpf; wenn sie einen auf Distanz hält, so vielleicht doch nur, dass man sie bei der wichtigen Aufgabe nicht störe, die sie im Naturganzen zu

verrichten hat...

Gleich zuerst fällt auf, wie rhythmisch diese Pflanze sich aufbaut. Knoten auf Knoten mit gegenständigen Blattpaaren, jedes Blatt am Stielansatz von zwei Nebenblättchen begleitet...

Der Rhythmus hält sich den ganzen Stängel entlang durch bis zur Spitze. Das Blatt der Nesseln ist mit besonderer Vollkommenheit Blatt. Es strotzt vor Blattgrün. Zur Bildung des grünen

Atmungsfarbstoffes der Pflanze bedarf es der Anwesenheit des Eisens.

Sie ist tatsächlich die größte Wohltäterin des ganzen Pflanzenwachstums...


HERSTELLUNG

Das Präparat wird im frühen Sommer hergestellt.

Wir schneiden am Morgen die Brennnessel-Pflanzen mit Blüten, Blättern und Stängel und lassen sie schattig den Tag über antrocknen. Die gewelkten Brennnesseln werden ohne tierische Hülle in einen unglasierten Tontopf oder besser in eine kalt gebrannte, unglasierte Tonröhre (deren Enden mit Ton / Lehm geschlossen werden) gegeben und für ein ganzes Jahr in den humosen Boden etwa 50 cm tief eingegraben. Im nächsten Mai / Juni wird das Präparat ausgegraben und die stark verrotteten Nesseln werden zerkleinert aufbewahrt.

WIRKUNG

Das Brennnesselpräparat reguliert den Eisenhaushalt und die Stickstoffprozesse im Boden.


ANWENDUNG

• Das Brennnesselpräparat wird in die frisch aufgesetzte Kompostmiete gegeben.

• Es wird auch dem Fladenpräparat zugesetzt.


LÖWENZAHNPRÄPARAT



DER LÖWENZAHN -Taraxacum officinale


Für das Präparat brauchen wir:

1. Getrocknete Löwenzahnblüten

2. Das Gekröse einer Kuh, welche schon zwei bis drei Kälber hat.


Für unser Präparat ausschlaggebend ist die Verbindung der Kieselkräfte dieser Pflanze

mit den Kaliumprozessen.



Die Luft, Wärme und Licht tragenden Sulfurkräfte verbinden sich mit den Kalium tragenden

Erdkräften und harmonisieren sich durch das Wasser-Element. Es ist, als ob ein Strom von

Licht und Wärme durch die Erde der Löwenzahnwiesen geht.


Der Löwenzahn ist sehr lichtempfindlich. Bei bedecktem Himmel schließen sich die Blüten.


Die Blüten, welche wir an einem sonnigen Blütetag nach dem Aussaatkalender (Maria Thun) am späten Vormittag sammeln, sollten so aussehen, wie jene im Bild. Das innere Körbchen muss noch ganz geschlossen sein. Deshalb muss man bei strahlendem Sonnenschein sammeln - weil nur dann die Blüten offen sind und wir das innere Körbchen gut sehen können. Würden wir bei bedecktem Wetter

sammeln gehen, dann haben alle Löwenzahnblüten geschlossene Körbchen und wir können

den tatsächlichen Blüte-Reife-Stand nicht erkennen.


Beim Trocknen die Blüten nicht zu dicht oder zu eng beieinander aufschütten, sondern locker

nebeneinander. Nicht mit Gebläse trocknen. Am besten an einem schattigen luftigen Ort. Ich

habe auch oft die Blüten im Holzbackofen getrocknet.

Die getrockneten Blüten werden dann in einen großen Papiersack (braun) gefüllt und bis zum

Herbst an einem trockenen Ort aufbewahrt.


Zu Michaeli (29.September) wird das Präparat dann hergestellt! Die getrockneten Löwenzahnblüten, die mit Löwenzahntee besprüht, werden in das Gekröse einer Kuh gefüllt und an einem sonnigen Platz eingegraben.


WIRKUNG

Das Löwenzahnpräparat macht den Kompost, den Mist und die daraus hervor wachsenden

Pflanzen empfindsam für das, was in der Umgebung ist, vor allem auch für die Einflüsse der

obersonnigen Planeten, wie etwa den Jupiter. Das heißt wachstumsfördernd.



KAMILLENPRÄPARAT

Gemeint ist die ECHTE KAMNILLE - Matricaria chamomilla recutita

Haupt-Unterscheidungsmerkmal: Schneidet man die Blüte durch, erkennt man einen Hohlraum im Blütenboden.


Für das Kamillenpräparat braucht man:

1. Getrocknete Kamillenblüten

2. den Dünndarm einer Kuh (Jejunum)


Die Kamille ist eine Licht und Wärme liebende Hochsommerpflanze, einjährig, sandig-lehmige

Salzböden oder sodahaltige Steppenböden bevorzugend. Sie hat eine zartfiedrige Blattrosette, welche überwintert und ein luftig aufgelöstes Blattwerk. Sukkulente Keimblätter überwinden im Wachstum die wässrige Stauung, aber auch die Früchtchen sind feucht und schleimig. Die Blattbildung vollzieht sich wie in Luft aufgelöst, ohne Spreite, rasch welkend. Die Kamille hat goldgelbe, röhrige Scheibenblüten und weiße Zungenblüten. Durch den kräftigen, aromatisch-milden Duft offenbart sich der dominante Sulfurprozess im ätherischen Öl des blauen Cham-Azulen, der einem straken Salprozess in der Wurzel begegnet und sich ausgleicht. In dem heilsamen Duft kann man unmittelbar die - zu starkes astrales Wirken - lösende Heilkraft der Kamille erleben.



Die Kamille dämpft entzündliche Prozesse mild ab. Das Kalium der Kamille wirkt auf den

Flüssigkeitsorganismus und besonders auf das Darmsystem. Wo Krämpfe, Gasbildung, falsche

Umsetzungen, Fäulnis auftritt, wirkt die Kamille heilend.


Zur Sammlung:

Die Kamillenblüten werden ab Ende Mai und nur bis Johanni am Vormittag von sonnigen Blütentagen

gesammelt und sorgfältig getrocknet, und bis zur Präparatebereitung Anfang des Herbstes kühl und

trocken aufbewahrt.


Herstellung des Präparates

Ende September bis Mitte Oktober werden die angefeuchteten Kamillenblüten in den

Dünndarm (Jejunum) gefüllt. Die „Kamillenwürste“ werden dann in humosem Boden etwa

30 - 50 cm tief eingegraben und dort den Winterkräften ausgesetzt. Das Kamillenpräparat

wird in der Zeit Ende März bis Mitte April des folgenden Jahres ausgegraben, mögliche

Darmreste entfernt, die Blüten getrocknet und in einem Holz-, Ton oder Glasgefäß, allseitig

von Torf oder Kokosfasern umgeben in der Präparatekiste aufbewahrt.


WIRKUNG

Im Kamillenpräparat wirkt der Schwefel in feinster Verteilung im Zusammenhang mit dem

Kalzium. Das Kamillenpräparat macht den Dünger „stickstoffbeständiger“, belebt die Erde und trägt zur

Pflanzengesundheit bei.


ANWENDUNG

• Das Kamillenpräparat wird in die frisch aufgesetzte Kompostmiete gegeben.

• Es wird auch dem Fladenpräparat zugesetzt.


SCHAFGARBENPRÄPARAT



DIE SCHAFGARBE - Achilläa millefolium


Um das Schafgarben-Präparat herstellen zu können, brauchen wir:


  1. Getrocknete Schafgarben-Blüten


  2. Die aufgeblasene, getrocknete Blase eines Rothirsches





HERSTELLUNG DES PRÄPARATS

Zeit zwischen Ostern und Pfingsten


Die getrockneten Schafgarbenblüten werden mit dem Tee aus einer Handvoll Blüten oder dem

Presssaft aus der frischen Pflanze (Blätter & Blüten) benetzt und durchmischt.

Man kann auch frische Blüten verwenden. Diese müssen aber vorher kurz angetrocknet werden.

Die Blüten werden in die Rothirschblase gefüllt. Die Blase wird vorher in lauwarmen

Schafgarbentee eingeweicht, damit man ein Rohr oder großen Trichter einführen kann, durch

welchen die angefeuchteten Blüten durchgedrückt werden können.


Die gefüllte Blase wird den Sommer über – vor Vogelfraß geschützt – an einem sonnigen (und

trockenen) Ort aufgehängt.


Ende September bis Mitte Oktober wird die Hirschblase abgenommen, in einen humosen Boden

(30 - 50 cm) tief eingegraben und dort den Winterkräften ausgesetzt.


Im nächsten Frühjahr (Ende März / Anfang April) wird die gefüllte Hirschblase (dann meist nur noch in spärlichen Resten vorhanden) ausgegraben. Eventuelle Blasenreste werden entfernt, die Blüten bei Bedarf getrocknet und dann in einem Holz-, Ton- oder Glasgefäß, allseitig von Torf oder Kokosfaser zur Isolierung der Strahlungswirkung umgeben, aufbewahrt. Ab und zu ist das Präparat zu kontrollieren, da es leicht austrocknet.


Vorbereitung fürs nächste Jahr:

Im Juli werden die Schafgarbenblüten (Achillea millefolium) gesammelt, im Schatten getrocknet und bis zum Frühjahr aufbewahrt. Benötigt wird zudem die frische Blase eines Rothirsches. Diese muss nach dem Aufbruch aufgeblasen und im schattigen Luftzug oder in der Sonne getrocknet und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.

Wirkung des Schafgarbenpräparates:

Das Schafgarbenpräparat wirkt regulierend auf den Kaliumstoffwechsel in den Pflanzen und

ordnend auf Stickstoff-, Kohlenstoff-, Schwefel- und Kaliumprozesse im Naturhaushalt.


WIRKUNG

Sie hat viel Kieselsäure und Kalium als Ausdruck der Erdkräfte, aromatische Bitterstoffe und

ätherisches Öl als kosmische Wirksamkeiten in stabiler Harmonie verbunden. Sie wirkt Wunden heilend,

Blut stillend, Krampf lösend und Schmerz stillend.

Text: Waltraud Neuper, Fotos: Helga Scheflechner

 
 
 

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